Antiquariat Narrenschiff

Das Ringel-Refugium kann in der Welt des Tourismus mit einem seltenen Angebot aufwarten und richtet sich dabei an Liebhaber seltener Bücher und antiquarischer Sammlungen.
Im ersten Stock, im Saal sowie im Lager des Ringel-Refugium warten unzählige Bücher und Collectionen von Archivalien, darauf benutzt oder erworben zu werden. Darunter gibt es viele Raritäten und Bibliophilia aus allen Sachgebieten. Besucher sowie Gäste sind willkommen in diesen Beständen zu stöbern.
Als Eigner und Händler bin ich eine Fachperson auf dem Gebiet dieser antiquarischen Fundstücke und werde Ihnen beratend zur Seite stehen.

Unser Antiquariat Narrenschiff lief ca.1978 in Chur vom Stapel. Es ging darum meine eigene Sammlung an Strandgut von Büchern, Bildern, Schallplatten, Fotos usw. in gute Obhut zu bringen und ich entschloss mich gleich selbst zum Kapitän eines Antiquariates mit dem Namen „Narrenschiff“ zu werden. Das originale Buch Das Narrenschiff (lateinisch stultifera navis), von dem der Name unseres Antiquariates stammt, enthält eine Sammlung von satirischen Versen, „als Spiegel worin sich die Narren selbst erkennen können“, von Sebastian Brandt. Das Buch erschien zum erstenmal anno 1494 in Strassburg mit den ca.100 Holzschnitten von Albrecht Dürer. Es gehört zu den berühmtesten bibliophilen Werken der Buchkunst. Dabei handelt es sich um moralische Spiegelungen sämtlicher Berufe und Menschentypen die als Narren auf ein Schiff oder eben in dieses Buch verbannt wurden. Es gilt als das erste humanistische Buch deutscher Sprache, das erst später ins Lateinische übersetzt wurde. Zahlreiche ähnliche Bücher, etwa Erasmus‘ „Lob der Torheit“ sind seither als Satiren in vielen Sprachen erschienen
Unser Narrenschiff hat bereits in Chur mehrmals seinen Hafen gewechselt, bis es nun in
im Ringel-Refugium in Trin hoffentlich zum letzten mal unter meinem Steuer vor Anker geht.
Der Name Ringel-Refugium bezieht sich nicht zuletzt auch auf diese Antiquariatssammlung, welche in diesem Haus eben das bleibende Refugium erhalten soll.
An der Schnittstelle des analogen und des digitalen Paradigmas unserer Epoche hat diese Fracht von gedruckten Dokumenten aller Art immer mehr einen solitären Rang, werden doch heute durch die Digitalisierung von Texten, vermeintlich wertlose Bücher weltweit in ungekanntem Ausmass zerstört.

Die Bestände des Antiquariat können erworben und von den Gästen im Hause benutzt und auch zu Studienzwecken verwendet werden. Denkbar sind etwa Stipendiaten, welche hier weilen, um ihre Werke zu schreiben.
Wir sind seit 1995 mit Teilen unseres Angebotes auf der homepage www.narrenschiff.ch im Netz zu finden, mit welcher wir seither natürlich auch Bestellungen weltweit ausliefern.